Erfolg beim Bundesarbeitsgericht!

15.000 Euro Urlaubsabgeltung! Das Bundesarbeitsgericht gab uns in letzter Instanz Recht! Hauptaussagen:
1. Auch während der Elternzeit entstehen Urlaubsansprüche.
2. Der Arbeitgeber kann den Urlaub pro vollen Monat der Elternzeit um 1/12 kürzen, durch ausdrückliche Erklärung; keine automatische Urlaubskürzung.
3. Die Kürzung des Urlaubs für die Dauer der Elternzeit ist nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr möglich.

Der Fall kurz geschildert:

Meine Mandantin war mit zwei Kindern ca. 6 Jahre in Elternzeit. Nach Ablauf der Elternzeit wurde das Arbeitsverhältnis beendet. Der Arbeitgeber hatte den Urlaub für die Dauer der Elternzeit nicht gekürzt. Es gab kein Schreiben, in welchem er angegeben hat, dass der Urlaub für jeden vollen Monat der Elternzeit gekürzt wird. Diese Kürzung war nachdem das Arbeitsverhältnis im Mai 2017 beendet wurde nicht mehr möglich. Somit waren für die gesamte Dauer der Elternzeit Urlaubsansprüche aufgelaufen, die jetzt als Urlaubsabgeltung zu bezahlen waren. Die Vorinstanzen hatten die Ansprüche als verfallen angesehen. Das Bundesarbeitsgericht aber urteilte, dass der Urlaub im Zusammenhang mit der Elternzeit Sonderregelungen unterliegt und deshalb nicht verfällt. Meiner Mandantin wurde eine Urlaubsabgeltung von ca. 15.000 Euro zugesprochen!