Teilzeit in der Elternzeit

Für die Dauer der Elternzeit (insgesamt 3 Jahre pro Elternteil und je Kind) hat jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin, der in einem Betrieb mit mehr als 15 Beschäftigten arbeitet einen besonderen Rechtsanspruch auf Reduzierung der bisherigen Arbeitszeit auf einen Umfang zwischen 15 und 30 Wochenstunden.

Dieser Teilzeitanspruch ist frist-und formgebunden.                                     Er kann vom Arbeitgeber nur aus dringenden betrieblichen               Gründen abgelehnt werden.

Der Teilzeitantrag während der Elternzeit muss schriftlich beim Arbeitgeber eingereicht werden.

Es ist eine Frist von 7 Wochen vor dem gewünschten Beginn der Teilzeit in Elternzeit einzuhalten.

In dem Antrag auf Teilzeit muss der Arbeitnehmer den Beginn und den Umfang der verringerten Arbeitszeit angeben, die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit soll er angeben (§ 15 Abs. 7 BEEG).

Für den Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Arbeitgeber beschäftigt regelmäßig mehr als 15 Arbeitnehmer im Unternehmen.
  • Das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer besteht ununterbrochen bereits länger als 6 Monate.
  • Die vereinbarte regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit soll mindestens 15 Stunden und maximal 30 Stunden betragen, die Teilzeit soll mindestens zwei Monate abgeleistet werden.
  • Der Teilzeit stehen keine dringenden betrieblichen Gründe entgegen. 

    Das ist beispielsweise der Fall,

  • wenn der Arbeitgeber bei zunächst geltend gemachter Elternzeit mit voller Freistellung bereits Dispositionen getroffen und etwa Ersatzkräfte eingestellt hat.
  • wenn der Arbeitgeber nicht Ersatzkräfte einstellt, sondern der Arbeitskräftebedarf im Betrieb reduziert wird. Dann kann der Arbeitgeber den reduzierten Bedarf mit den verbleibenden Beschäftigten decken, der Teilzeittätigkeit des Mitarbeiters in Elternzeit stehen betriebliche Gründe entgegen.
  • wenn eine gewünschte Arbeitszeitreduzierung eine erhebliche Störung des im Betrieb praktizierten Arbeitszeitsystem bewirken würde, weil der Arbeitgeber entweder den Arbeitnehmer, der denTeilzeitwunsch äußert, oder andere mittelbar betroffene Arbeitnehmer nicht mit der gesamten Arbeitszeit einsetzen kann.

  • Der Teilzeitanspruch wurde dem Arbeitgeber:
  • sieben Wochen vor Beginn der Teilzeittätigkeit schriftlich mitgeteilt                                        (für den Zeitabschnitt zwischen der Geburt und des dritten Lebensjahres des Kindes).
  • 13 Wochen vor Beginn der Teilzeittätigkeit schriftlich mitgeteilt                                        (für den Zeitabschnitt zwischen dem dritten und dem achten Lebensjahr des Kindes).

Ist die Teilzeitbeschäftigung für die Dauer der Elternzeit eingegangen, so wird sie im Regelfall auch auf das Ende der Elternzeit befristet worden sein. Dies ist unproblematisch möglich.

Nach Ablauf der Elternzeit ist der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin entweder am gleichen oder an einem vergleichbaren (der Qualifikation und Tätigkeit entsprechenden) Arbeitsplatz zu beschäftigen.

Möchte der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin nach Ablauf der Elternzeit weiterhin in Teilzeit arbeiten ist noch während der Elternzeit (spätestens drei Monate vor Ablauf der Elternzeit) ein gesonderter Antrag auf Teilzeit zu stellen. Siehe Teilzeit / Brückenteilzeit.