Brückenteilzeit

Die Brückenteilzeit heißt so, weil sie eine Brücke bauen soll zwischen einer Teilzeit und einer Vollzeitbeschäftigung. Im Gesetz in § 9a TzBfG heisst die Regelung deshalb zeitlich begrenzte Verringerung der Arbeitszeit

Nach dieser gesetzlichen Regelung ist es möglich die bisherige Arbeitszeit für einen befristeten Zeitraum zwischen einem Jahr und fünf Jahren zu reduzieren. Nach Ablauf dieser Zeit lebt dann die ursprüngliche Arbeitszeit wieder auf.

Es ist deshalb erforderlich bereits bei der Antragstellung genau anzugeben für welchen Zeitraum man die Arbeitszeit reduzieren möchte. In dem Musterschreiben, dass du hier downloaden kannst habe ich beispielhaft zwei Jahre angegeben.

Wenn du nach Ablauf der beantragten Zeit der Reduzierung nicht wieder in Vollzeit arbeiten möchtest sondern weiterhin in Teilzeit, kannst du nicht direkt im Anschluss noch mal eine Brückenteilzeit beantragen. Du könntest dann nur eine dauerhafte Teilzeit nach § 8 TzBfG beantragen.

Das betrifft die gesetzlichen Ansprüche. Unabhängig davon sind natürlich einvernehmliche Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber möglich, sofern dieses Einvernehmen vorhanden ist.

Voraussetzung für den Anspruch auf befristete Brückenteilzeit ist, dass du in einem Betrieb mit mehr als 45 Mitarbeitern arbeitest und dass du länger als 6 Monate im Betrieb beschäftigt bist. Für die Antragsstellung ist dann noch eine Frist von drei Monaten zu beachten. Du kannst also nicht gleich für den nächsten Monat wie gewünscht die Arbeitszeit reduzieren, es sei denn der Arbeitgeber würde auf die Einhaltung der drei-Monats-Frist verzichten.

Bei der Antragsstellung soll nicht nur der gewünschte Umfang der reduzierten Arbeitszeit angegeben werden sondern auch die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angegeben werden. Also ob du vormittags oder nachmittags arbeiten möchtest oder zum Beispiel an drei Tagen oder an fünf Tagen in der Woche.

In Betrieben mit bis zu 200 Mitarbeitern kann der Arbeitgeber nach bestimmten gesetzlich geregelten Zumutbarkeitsgrenzen den Antrag auf Brückenteilzeit ablehnen, wenn bereits einigen Mitarbeitern der Wunsch nach Brückenteilzeit erfüllt wurde. So kann ein Arbeitgeber in einer Betriebsgröße von 45 bis 60 Mitarbetiern den Antrag auf Brückenteilzeit ablehnen, wenn bereits schon 4 Mitarbeiter in Brückenteilzeit arbeiten, in einem Betrieb zwischen 60 bis 75 Arbeitnehmer, wenn bereits 5 andere Mitarbeiter schon in Brückenteilzeit arbeiten usw. bis zur Betriebsgröße von 200 Mitarbeitern.

In Betrieben größer als 200 Mitarbeiter kann der Arbeitgbeber nicht aufgrund von erfüllten Brückenteilzeitwünschen einen weiteren Antrag ablehnen. Hier sind andere Ablehnungsgründe erforderlich, also betriebliche Gründe, wie organisatorische Gründe des betrieblichen Ablaufs oder unverhältnismäßige Kosten. siehe Ablehnung bei Teilzeit.